Schlaganfall

Wie erkenne ich einen Hirnschlag?

Der Hirnschlag zeigt sich in den meisten Fällen durch eines oder mehrere der folgenden Symptome:

 

  • plötzliche Schwäche, Lähmung oder Gefühlsstörung, meist nur auf einer Körperseite (Gesicht, Arm oder Bein)
  • plötzliche Blindheit (oft nur auf einem Auge), Doppelbilder
  • plötzlicher Verlust der Sprechfähigkeit oder Schwierigkeiten, Gesprochenes zu verstehen
  • heftiger Drehschwindel verbunden mit Gehunfähigkeit
  • plötzlich auftretender, ungewöhnlicher, heftiger Kopfschmerz

 

Sofort Notrufnummer 144 alarmieren!

 

 

Symptom-Check FAST

Der Symptom-Check FAST erleichtert Laien die "Diagnose" und beschränkt sich auf die drei untrüglichen Hauptsymptome (halbseitige Lähmung im Gesicht und am Arm sowie Sprechschwierigkeiten). 

 

 

Mit diesen Anzeichen kann sich ein Hirnschlag ankündigen

Ein Hirnschlag kommt selten aus heiterem Himmel. Bei jedem dritten Betroffenen gehen Warnsignale voraus. Solche Vorboten sind flüchtige Durchblutungsstörungen, die als «Mini-Schlaganfälle» oder «Schlegli» auftreten und als transitorische ischämische Attacken (TIA) bezeichnet werden. Anders als beim «richtigen» Hirnschlag dauern sie nur wenige Minuten. Typische Symptome sind zum Beispiel:

  • eine plötzliche flüchtige Sehstörung
  • eine plötzliche kurz dauernde Lähmung eines Arms

Weil die Symptome einer TIA nur kurze Zeit andauern, werden sie als Warnzeichen vielfach nicht ernst genommen. Oft ist eine TIA Vorbote eines bevorstehenden Hirnschlags. Deshalb sollte sofort der Arzt oder das Spital aufgesucht werden.

 

 

 

Wie kommt es zum Hirnschlag?

Durchblutungsstörungen können auch im Hirn auftreten. Wie das Herz ist auch das Hirn auf die ständige Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen über den Blutkreislauf und damit über die Gefässe angewiesen. Fällt die Blutzufuhr wegen eines Blutgerinnsels, welches das Gefäss verstopft, in einem Hirnbereich aus, so erhalten die Nervenzellen im betroffenen Abschnitt keinen Sauerstoff mehr. Sie werden geschädigt und gehen zugrunde (bleibende Lähmungen!), wenn die Blutversorgung nicht innerhalb kurzer Zeit wieder hergestellt wird.

 

 

Wie kann ich helfen?

  • Alarmieren Sie den Notruf 144 (oder die örtliche Notrufnummer)
  • Geben Sie Adresse (Standort), Name und Alter des Patienten bekannt
  • Lagern Sie den Patienten mit angehobenem Oberkörper auf einem Bett, Sofa oder am Boden (mit Kissen und Decken unter Kopf, Nacken und Rücken)
  • Öffnen Sie enge Kleider, Krawatte oder Büstenhalter
  • Beleuchten Sie in der Nacht Wohnung, Treppenhaus und Haustür. Bitten Sie einen Nachbarn, die Ambulanz einzuweisen, während Sie beim Patienten bleiben und ihn beruhigen