Herz-Kreislauf-Stillstand

Wie erkenne ich einen Herz-Kreislauf-Stillstand?

Ein Herz-Kreislauf-Stillstand kann sich ohne vorherige Anzeichen einstellen. Häufig jedoch gehen ihm ein Herzinfarkt oder eine Herzrhythmusstörung voraus. Der Herzstillstand tritt meistens in den ersten Stunden nach Beginn der Infarktbeschwerden ein. Anzeichen für einen Herz-Kreislauf-Stillstand sind:

  • das Opfer fällt um oder sinkt im Stuhl zusammen
  • keine Reaktion auf lautes Ansprechen und Schütteln
  • keine Atmung

Sofort Notrufnummer 144 alarmieren!

 

 

 

Die Herz-Lungen-Wiederbelebung BLS

Weniger als fünf Personen von hundert überleben einen Herz-Kreislauf-Stillstand ausserhalb des Spitals. Die Zahl könnte wesentlich höher sein, wenn es mehr Laien (Erwachsene und Jugendliche) gäbe, die die Herz-Lungen-Wiederbelebungstechnik kennen und allenfalls auch in der Anwendung eines automatischen externen Defibrillators (AED) geschult wären.

 

In den allermeisten Fällen sind Herz-Lungen-Wiederbelebung und «Defi» ein untrennbares Paar. Denn bei vier von fünf Menschen wird der Herz-Kreislauf-Stillstand durch Kammerflimmern ausgelöst. Diese plötzliche Rhythmusstörung kommt einem elektrischen Gewitter oder Chaos im Herzen gleich. Das Herz erbringt dann keine genügende Pumpleistung mehr. Die Defibrillation stoppt das Kammerflimmern. Aber bis ein Defibrillator verfügbar ist und auch nach erfolgreicher Defibrillation muss das Herz mit Thorax-Kompression und Beatmung unterstützt und gestärkt werden.

 

Im Notfall nicht tatenlos zuschauen oder gar weglaufen zu müssen, sondern einem Opfer helfen zu können, ist ein grossartiges Gefühl und gar nicht so schwierig, denn die Technik kann von allen erlernt werden.